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Presse

Presseinfo Timmendorfer Strand, 21. August 2015

15. Traum-Automeile - Timmendorfer Strand 5. & 6. September 2015

"Exklusive PS-Träume in Timmendorfer Strand"
Timmendorfer Strand: Edelmodelle und Neuheiten aller Marken, blitzender Chrom und mobile Highlights auf der Promenade – darunter zahlreiche Weltpremieren.
Traumpromenade, Traumwetter und Traumautos!
Weltpremieren sind schon Tradition, wenn wir, die Aktivgruppe für Handel & Gewerbe, Timmendorfer Strand e.V. und Norddeutschlands Top-Autohäuser zur (Traum)-Automeile auf die Timmendorfer Kurpromenade einladen.
Über 20.000 Besucher werden sich am 5. & 6. September 2015 auch in diesem Jahr die neuen und neuesten Modelle der führenden Automobilhersteller nicht entgehen lassen.
Warum also bis zur IAA warten?
18 der feinsten Automarken präsentieren ihre schönsten und neuesten Modelle.
Mit dabei echte Männerträume wie: Audi, BMW, BMW i, Chevrolet, Citroën, Dodge, Ford-Mustang, Jaguar, Jeep, Land-Rover, Lexus, Mercedes, Mini, Oldtimer- Retroclassic, Peugeot, Porsche, Smart, Toyota, VW, Elektromobilität RWE, Ostsee Campingpartner Wohnmobile, die an den beiden Traum-Autotagen von 11.00 Uhr bis 18.00 Uhr zwischen Timmendorfer Platz und Maritim Seehotel bewundert werden können.
Die Traum-Automeile ist inzwischen fester Termin aller Fans ungewöhnlicher und luxuriöser Autos vor der IIA Frankfurt geworden und so treffen sich Cabrio-Fahrer ebenso wie Liebhaber röhrender Motoren an diesem ganz besonderen Wochenende am Ostsee-Hot-Spot.
Doch das Schönste an der Präsentation exklusiver Karossen ist die Möglichkeit für absolut jeden, das Objekt seiner Träume einmal ganz hautnah erleben zu können.
Das gilt für alle Auto-Fans, denn die Faszination schöner und origineller Autos ist altersunabhängig.
Träume auch solche mit beachtlichen PS-Zahlen sowie der neuen Elektro-Generation, sind einfach für alle da.
Schlendern Sie über die bekannteste Strandpromenade Deutschlands und genießen Sie das Flair an der Ostseeküste.
Musikalisch mit „ Mister Piano“ und seinem rollenden Klavier 6.9. ab 14.00 Uhr
Für die Kleinen ist für ausreichend Aktion gesorgt, Kinderschminken, Hüpfburg ...
Also nichts wie hin nach Timmendorfer Strand am ersten Septemberwochenende, organisiert von der Aktivgruppe für Handel & Gewerbe e.V. in Kooperation mit der TSNT GmbH Timmendorfer Strand!

Pressekontakt:
Rotraud Schwarz
Handy 0171 8334464
E-Mail: info@aktivgruppe-timmendorferstrand.de

Verhärtete Fronten bei Bäderregelung

Grüne-Expertenmeinung ist Timmendorfer Aktivgruppe nicht willkommen. Vorstand der Wirtschaftsvereinigung bestätigt.
Von Eckhard Meier
Timmendorfer Strand
Bis zu 35 Prozent Umsatzeinbußen im Januar und Februar, diverse Geschäftsaufgaben, eine Welle von Entlassungen – und das alles trotz einer wettermäßig ungewöhnlich schönen Saison.
Es war eine düstere Bilanz, die Heinz Meyer, Vorsitzender der Timmendorfer Aktivgruppe für Handel und Gewerbe, auf der Jahresversammlung seiner Organisation für das Jahr 2014 zog.

Die Hauptursache für diese negative Entwicklung liegt für Meyer, der ebenso wie sein Stellvertreter Mike Lindner einstimmig im Amt bestätigt wurde, auf der Hand: Die Aktivgruppe kann und will sich nicht mit der Bäderregelung abfinden und fordert eine Neuaufnahme der Diskussion über dieses Thema.
Der für zehn Jahre mit den Kirchen und Gewerkschaften geschlossene Kompromiss, wonach die Geschäfte nicht mehr an 46, sondern nur noch an 36 Sonntagen im Jahr geöffnet sein dürfen, habe sich als nicht akzeptabel herausgestellt und gefährde viele Arbeitsplätze:
"Wir müssen das mit der Kirche so justieren, dass wir sagen können, wir hätten für alle Seiten einen guten Weg und wieder zu einer touristischen Einheit zurückgefunden."

Damit nicht genug.
Timmendorfer Strand leide gemeinsam mit den Nachbarbädern unter einem spürbaren Rückgang der Strandbesucher.
Meyer: "Die Zahl ist um rund 20 Prozent gesunken, und das hat natürlich erhebliche Auswirkungen auf die Einnahmen aus der Strandabgabe."
Als Gründe für diese Entwicklung nannte der Vorsitzende die Dauerbaustelle auf der A 1, die viele Hamburger vom Besuch der Küste abhalte, sowie die touristische Aufrüstung in der Hansestadt Hamburg:
"An der Elbe gibt es mittlerweile fünf attraktive Beach-Lounges – da müssen wir ganz schnell nachrüsten, wenn wir nicht ins Hintertreffen geraten wollen."

Kritik übte Meyer auch an den Entscheidungsgremien und der Verwaltung der Gemeinde Timmendorfer Strand.
Offenbar zählten Beschlüsse der Politik im Rathaus nicht:
"Alle rüsten auf, und wir beschäftigen uns mit uns selbst oder Dingen, die uns touristisch nicht voran bringen."
Als besonders dringlich sieht Meyer eine Überarbeitung der Strandpromenade von der Scharbeutzer Gemeindegrenze bis zur Curschmann-Klinik an.
Dabei wandte er sich direkt an den Ehren vorsitzenden des Ortsverbandes der Grünen, Dr. Felix Benary:
"Wenn Du das nicht begreifst,dass da etwas geschehen muss und weiter in jeder Brennnessel eine erhaltenswerte Blume siehst, müssen unsere Kinder das irgendwann ausbaden.
Wo schaust Du eigentlich hin, wenn Du da mit dem Fahrrad unterwegs bist – auf den Vorderreifen?"
Benary konterte mit der Feststellung, auch er sei durchaus der Meinung, dass Timmendorfer Strand mehr Gastronomie mit Meerblick brauche.

Bei aller Kritik hatte Meyer auch Positives zu berichten. So habe das Übernachtungsgewerbe "einen Super-Job" gemacht und eine Steigerung um bis zu fünf Prozent erreicht.
Und die Aufwertung von Niendorf habe gezeigt, was machbar sei: "Das Bild dort ist toll geworden."

Die amtierende Bürgermeisterin Gudula Bauer (CDU) berichtete in ihrem Grußwort, Verwaltungschefin Hatice Kara (SPD) werde nach ihrer Erkrankung voraussichtlich im Dezember an ihren Schreibtisch zurückkehren.
Zu den von Meyer geforderten Verbesserungen der Verkehrssituation sagte sie, es seien einige Straßenbauprojekte ins Jahr 2015 verschoben worden: "Damit ist in 2014 nicht zu rechnen."

Für einigen Unmut sorgten die Äüerungen des Wirtschaftsexperten Dr. Andreas Tietze.
Der Abgeordnete der Grünen im Kieler Landtag sagte zu Beginn seines Gastreferats, er sei nicht gekommen, "um Nettigkeiten auszutauschen".
Zur Bäderregelung erklärte er:
"Der Drops ist gelutscht, der geltende Kompromiss hat nun zehnJahre Bestand."
Kein Politiker werde die im Grundgesetz verankerte Stellung des Sonntags in Frage stellen und das Gesetz ändern.

Tietze sagte, die Tourismusbranche müsse sich langfristig auf einen Paradigmenwechsel einstellen.
Der Nutzen werde wichtiger werden als das Besitzen.
Das Beispiel des "Couch-Surfens" junger Reisender zeige, das Teilen eine "hochspannende Zukunftsperspektive" darstelle.
Als er anschließend neben dem Stichwort Couch-Surfing auch Biohöfe sowie ökologisch ausgerichtete Hotels propagierte und gleichzeitig das Streben nach Qualität forderte, stellte sich im Publikum einiges Gemurmel ein.
Heinz Meyer verabschiedete den Gast aus Kiel mit den Worten: "Danke für Antworten, die wir so nicht hören wollten."

Flottere Angebote und Nightlife mit Anspruch für die Gäste

Ein gezieltes Programm für Tagesgäste, ein ebenso individuell zugeschnittenes für Übernachtungsgäste – und eine grundlegende Attraktivitätssteigerung im Ort: So will Timmendorfs Tourismusdirektor Joachim Nitz den aktuellen Entwicklungen begegnen.
Auch ihm macht der 20-prozentige Rückgang der Strandbesucher einige Sorgen.
Nitz betonte vor der Aktivgruppe für Handel und Gewerbe aber, dieser Trend sei landesweit zu beobachten.
Seit 2006 sei die Zahl flächendeckend um 16 Prozent gesunken.
Für Timmendorfer Strand plädierte er für eine bessere Vernetzung der Ortsteile, um diese für Urlauber attraktiver zu machen.
Dazu gehöre eine Überarbeitung von Objekten wie der Trinkkurhalle, des Kurmittelhauses, der Maritim-Seebrücke – "die ist von unten ganz gruselig" – des Niendorfer Kurgasthauses und der dortigen Strandstraße.
Außerdem müsse Timmendorf wieder zu alter Qualität in Sachen "Nightlife" zurückfinden, das es derzeit nicht gebe.
Nitz kündigte grenzüberschreitende Aktivitäten an. Man werde versuchen, mehr dänische Gäste nach Ostholstein zu ziehen.
Vorbereitungen mit finanzieller Unterstützung der Europäischen Union liefen bereits.
Ähnlich äußerte sich Gastredner Nils Thoralf Jack von der Industrie- und Handelskammer.
Das Auslandsmarketing müsse gestärkt werden.
Die IHK Nord appelliere, solche Schritte einzuleiten und sei bereit, sich personell und finanziell zu beteiligen.
mec